Im Juni 2009 war ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront bei den Goslarer Tagen der Kleinkunst im Kulturkraftwerk zu Gast – in großer Besetzung mit Anna Eichholz an der Violine, Ulrich Maiss am Cello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. „Es ist ein Experiment“, hatte Kleinkunstchef Tristan Niewisch den Abend eröffnet. Carsten Jelinski schrieb über unseren Auftritt in der Goslarschen Zeitung: „Wider die Belanglosigkeit“. (Vierzehn Jahre später war ich übrigens wieder im Kulturkraftwerk.)

„Großes, bewegendes Musikkabarett bot das Ensemble ‚Wortfront‘ beim Auftritt im Kulturkraftwerk und begeisterte das Publikum. Erst nach vier Zugaben konnten die Musiker, selber von der Stimmung überwältigt, die Bühne verlassen.“
Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009
Er beschreibt unser Ensemble als „eine hervorragende Diseuse“, „einen umwerfenden Text- und Musikautor am Keyboard“, „eine strahlende Violine“, „einen einfallsreichen Cellisten“ und einen Schlagzeuger, der in Goslar seinen Einstand gab. Unsere Musik überschreite „munter musikalische Grenzen, vom Schlager zum Rap, von der klassischen Kammermusik zum Pop“ – dazu Rogers Texte, „die betreffen, betroffen machen, einschlagen, zu Herzen gehen, aufrütteln“. Eine Einordnung in die Schublade? „Geht nicht. Gut so.“
„Sandra Kreisler, Tochter der Satirik-Legende Georg Kreisler, ist als Diseuse schwer beeindruckend. Die ‚Lale-Andersen‘-Preisträgerin präsentiert ihre Lieder mit Charme, erinnert stimmlich irgendwie an Claire Waldoff, Zarah Leander, an Lale oder Evelyn Künneke.“
Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009

Mit Claire Waldoff, Zarah Leander, Lale Andersen und Evelyn Künneke in einem Satz genannt zu werden, hat mich sehr gefreut – ebenso, dass er „die Ernsthaftigkeit, die hinter jedem Wort steht“ gespürt hat: „Ihr Tun ist ihr wichtig, der Feldzug gegen die Belanglosigkeit.“ Bei Zeilen wie „Ein abgelaufenes Vorurteil steht in unserem Regal“ dachte er sogar an die Truisms von Jenny Holzer. Manchem sei das sprachliche Niveau manchmal zu deftig gewesen, „doch Roger Stein hat ja Recht: Soll der Text wirken, muss er zupacken.“
„Ein wundervoller Abend, der das Herz weit machte, weil er bot, was selten geworden ist: Pralles Leben, Lust, Leidenschaft und Ehrlichkeit.“
Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009
Danke, Goslar!
Goslarsche Zeitung, Donnerstag, 11. Juni 2009: „Wider die Belanglosigkeit – Ensemble ‚Wortfront‘ bot kabarettistisches Wechselbad der Gefühle“ von Carsten Jelinski.

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