Im Oktober 2014 sang ich mein Programm „Schum Davar“ in der Synagoge in Pforzheim – begleitet von Gennadij Desatnik (Geige, Bratsche, Gitarre) und Valeriy Khoryshman (Akkordeon, Cajon). Anita Molnar schrieb darüber in der Pforzheimer Zeitung eine Kritik mit einer Überschrift, die mir sehr gefällt: „Nicht ganz koscher – aber genial“. Einen Tag später war ich übrigens in München mit demselben Programm.

„Eine Diva ist sie – und doch auch wieder nicht. Eher eine Querdenkerin mit schwarzem Humor. Sandra Kreisler strahlt unbändige Lebensfreude aus. Was sie sagt, macht aber auch traurig, stößt manchmal sogar ab.“
Anita Molnar, Pforzheimer Zeitung, 14. Oktober 2014
Den Abend eröffnete ich mit „Der Beschluss“ meines Vaters Georg Kreisler. Dazu kamen ein Gedicht meiner verstorbenen Freundin Tamar, die schon in den 1970er-Jahren die Welt von heute beschrieb, und ein aus dem Konzentrationslager überliefertes Gebet – da wurde es ganz still. Weil man solche Stimmungen nicht lange aushält, folgte gleich wieder etwas zum Lachen: „Relativ“ oder im zweiten Teil das rasante „Garnix“, bei dem ich manche Stellen absichtlich so schnell singe, dass nichts zu verstehen ist. Bei meiner Liebeserklärung an Israel habe ich Postkarten verteilt: „Ein ganz normales Land. Aber nur fast.“
Anita Molnar hörte in meiner „tiefschwarzen, rauchigen Stimme“ manchmal die Dietrich – ein schönes Kompliment. Und sie schwärmte von meinen beiden Musikern aus der Ukraine, die mit russischen Liedern „für Humor und pure Lebenslust“ sorgten, bei den „Moskauer Nächten“ das Publikum zum Mitsingen brachten und zu „Überwachte Welt“ mit lautem Trommelschlag den Rhythmus donnerten.
„Ein Abend, der nicht immer ganz koscher ist, aber in seiner Intensität einfach genial.“
Anita Molnar, Pforzheimer Zeitung, 14. Oktober 2014
Pforzheimer Zeitung, 14. Oktober 2014: „Nicht ganz koscher – aber genial. Zwischen Tragik und Humor changiert Sandra Kreislers Programm“ von Anita Molnar.

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