„Chanson trifft Hollywood“ – Jüdische Allgemeine

Sandra Kreisler auf der Bühne, links ein Akkordeonist, rechts ein Geiger

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Im Oktober 2014 stand der Europäische Tag der jüdischen Kultur unter dem Motto „Die Frau im Judentum“. Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte mich eingeladen, und so sang ich mein Programm „Schum Davar“ – begleitet von Gennadij Desatnik und Valeriy Khoryshman. Miryam Gümbel berichtete darüber in der Jüdischen Allgemeinen unter dem Titel „Chanson trifft Hollywood“ – denn am selben Tag wurde auch eine Ausstellung über Liz Taylor eröffnet.

Sandra Kreisler auf der Bühne, links ein Akkordeonist, rechts ein Geiger
Mit Gennadij Desatnik und Valeriy Khoryshman in München – Foto: Marina Maisel

„Als Höhepunkt des Tags trat Sandra Kreisler mit Liedern und Chansons auf. […] Gleich zu Beginn rief Sandra Kreisler eines der bekannten Lieder ihres Vaters in Erinnerung. Doch längst hat die Tochter ihren eigenen musikalischen und kabarettistischen Weg gefunden.“

Miryam Gümbel, Jüdische Allgemeine, 15. Oktober 2014

Kulturzentrumsleiterin Ellen Presser konnte ihren Gästen, so die Zeitung, „einen besonders eindrucksvollen Abend“ bieten. Mir hat gefallen, wie genau Miryam Gümbel hingeschaut hat: dass mein Repertoire zwar wie bei meinem Vater Georg Kreisler von jüdischem Humor geprägt ist, aber anders – so wie auch die Zeit eine andere ist. Und dass meine jiddischen Melodien nicht verraten, dass ich eigentlich wenig von Klezmer-Folklore halte. Im Gespräch sagte ich ihr:

„Wenn ich schöne Lieder kennenlerne, die mich berühren, die mir etwas sagen oder das ausdrücken, was ich sagen möchte, dann kann ich nicht anders, als diese Lieder weiter tragen.“

Sandra Kreisler in der Jüdischen Allgemeinen, 15. Oktober 2014

Auf dem Programm standen Lieder von David Hofstein und Itzig Fefer, zwei Dichtern, die im Stalinismus wegen ihrer jüdischen Herkunft ermordet wurden, die „Kiewer Tramway“, mein „Jiddischer Cowboy“ und „Ein ganz normales Land“. Dazu Texte von Christian Morgenstern und Fredi Dura, Lieder von Gerhard Bronner – dem „Intimfeind“ meines Vaters –, Neues wie „Die Andern“ von Roger Stein und Evergreens meines Vaters wie „Ich hab ka Lust“ und „Weder noch“.

„Das hebräische ›Schum Davar‹, wie Kreisler ihr Programm betitelt, bedeutet übersetzt ›Gar nichts‹. Doch der Abend war alles andere als das – nämlich ein ganz großes Erlebnis.“

Miryam Gümbel, Jüdische Allgemeine, 15. Oktober 2014

Jüdische Allgemeine, München, 15. Oktober 2014: „Chanson trifft Hollywood – Ein Auftritt von Sandra Kreisler und eine Ausstellung über Liz Taylor standen im Mittelpunkt des Europäischen Tags der jüdischen Kultur“ von Miryam Gümbel.

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