Author: adminsandra

  • „Gewagte Stilsymbiosen“ – Landshuter Zeitung

    „Gewagte Stilsymbiosen“ – Landshuter Zeitung

    Am Freitag, dem 15. Januar 2010, stellte ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront im Salzstadel in Landshut unser neues Album „Freilandherz“ vor – zu fünft mit Kinneret Sieradzky an der Geige, Ulrich Maiss am Cello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. Veronika Maucher schrieb über unser Konzert in der Landshuter Zeitung: „Gewagte Stilsymbiosen“.

    Sandra Kreisler singt im Salzstadel, dahinter Ulrich Maiss im Frack am Basscello
    Mit Ulrich Maiss im Salzstadel Landshut – Foto: vm

    „Nach dem Motto ‚wir halten es nicht so genau mit musikalischen Schubladen‘ treten ‚Wortfront‘ mit einer klassischen Formation aus Klavier, Geige, Cello, Schlagzeug und Gesang auf, um dann einige gewagte Stilsymbiosen einzugehen.“

    Veronika Maucher, Landshuter Zeitung, 18. Januar 2010

    Unsere Musik beschreibt sie als „Mischung aus Hiphop, Pop, Rock, Chanson und Balladen bis hin zum Tango über die ‚Klofrau vom Hauptklo im Kanzleramt‘“ – dazu ein paar reine Instrumentalstücke. Rogers Texte, die ich laut Kritik „mit Leidenschaft vortrage“, beanspruchten „die ganze Bandbreite von bissig und gesellschaftskritisch über melancholisch, poetisch, philosophisch bis hin zu lustig oder wütend und sarkastisch“ – ob in „Stirb, bevor’s zu spät ist“ oder in der Erkenntnis, dass man nur selten wirklich Fahrer des eigenen Schicksals ist.

    „Die Lieder sind thematisch nah am Leben, jede Problematik wird ohne Umwege auf den Punkt gebracht.“

    Veronika Maucher, Landshuter Zeitung, 18. Januar 2010

    Am Ende nahm das Publikum Sätze wie „Dass du nicht blind bist, ist kein Beweis, dass du was siehst“ aus „Kein Beweis“ oder „Schönheit ist ein Teil von Relativität“ zum Nachdenken mit nach Hause – „genauso wie den Tipp: Werde Fußgänger, das ist ein besserer Beruf“. Danke, Landshut!

    Landshuter Zeitung, 18. Januar 2010: „Gewagte Stilsymbiosen – ‚Wortfront‘ gastierten mit ihrer ‚Freilandtour‘“ von Veronika Maucher.

  • „Mitteleuropäische Jüdin“ – Interview bei AVIVA-Berlin

    „Mitteleuropäische Jüdin“ – Interview bei AVIVA-Berlin

    Im Dezember 2009 hat mich Lisa Erdmann für das Online-Magazin AVIVA-Berlin zum Gespräch gebeten – mit meinem Chihuahua Nebbich auf dem Schoß. Wir haben über meinen späten Weg zur Musik gesprochen, über die Lieder meines Vaters Georg Kreisler und mein Programm „Kreisler singt Kreisler“, über Wortfront mit Roger Stein, über mein Jüdischsein und über meine Pläne.

    Sandra Kreisler singt mit geschlossenen Augen ins Mikrofon, links eine Geigerin
    Foto: Sandra Kreisler

    Warum ich mich erst so spät ganz der Musik gewidmet habe, nachdem ich lange als Moderatorin und Schauspielerin gearbeitet hatte:

    „Ich hatte einfach lange Zeit Angst davor, verglichen zu werden. Ich wollte meine eigenen Brötchen backen […] Irgendwann war ich dann aber stark genug, um mir zu sagen: ‚Das Chanson-Singen ist das, was ich am liebsten mache und am besten kann.‘“

    Sandra Kreisler im Interview mit Lisa Erdmann, AVIVA-Berlin, 18. Dezember 2009

    Bei den Liedern meines Vaters suche ich mir bewusst die aus, die nicht ohnehin alle singen – ich will eine Seite des Komponisten zeigen, die vielleicht nicht so bekannt ist. Und ich habe erzählt, dass ich Interpretation unterrichte, „Acting while Singing“, wie man es in den USA lernt – mehr dazu unter Regie & Coaching.

    Porträt von Sandra Kreisler in oranger Jacke, die Hand in die Hüfte gestützt
    Sandra Kreisler

    Über Wortfront und unser damals neues Album „Freilandherz“, das am 19. Februar 2010 erschien – ganz ohne Elektronik, mit Cello, Basscello, Geige, Klavier und Schlagzeug, so wie wir live klingen:

    „Wir versuchen, das Chanson ins 21. Jahrhundert zu holen, und aus seiner Intellektuellen-Nische heraus zu katapultieren. Da gehört es nämlich gar nicht hin. Es ist Emotion gemischt mit Gedanken.“

    Sandra Kreisler im Interview mit Lisa Erdmann, AVIVA-Berlin, 18. Dezember 2009

    „Ich sage gerne: Kreisler-Lieder sind noch viel Glut, nicht nur Asche. Und Wortfront versucht jetzt, das Feuer weiter zu reichen.“

    Sandra Kreisler im Interview mit Lisa Erdmann, AVIVA-Berlin, 18. Dezember 2009
    Sandra Kreisler am Esstisch mit ihrem Chihuahua auf dem Schoß
    Beim Gespräch mit AVIVA-Berlin. Foto: © AVIVA-Berlin

    Wir haben auch über jüdische Kultur gesprochen – über Lieder von Georg Kreisler, Gerhard Bronner und anderen jenseits des üblichen „Klezmer-Abends“, über meine Auftritte in jüdischen Altersheimen und darüber, warum ich mich als „mitteleuropäische Jüdin“ fühle. Und über einen Traum: das Open Mind Quartett mit unserer Geigerin Kinneret Sieradzky wieder aufleben zu lassen – bekannte Chansons von Konstantin Wecker, Brecht und Kreisler, neu arrangiert für Streichquartett.

    Danach ging es weiter mit „Kreisler singt Kreisler – Für Fortgeschrittene“ mit Jarkko Riihimäki in der Bar jeder Vernunft und mit der Wortfront-Tour durch Süddeutschland im Januar 2010 – siehe „Gewagte Stilsymbiosen“ – Landshuter Zeitung. Danke, AVIVA-Berlin, für das schöne Gespräch!

    AVIVA-Berlin, 18. Dezember 2009: „Interview mit Sandra Kreisler“ von Lisa Erdmann.

  • „Ode an die Freiheit des Geistes“ – NWZ Göppingen

    „Ode an die Freiheit des Geistes“ – NWZ Göppingen

    Anfang Dezember 2009 war ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront beim Odeon im Alten E-Werk in Göppingen zu Gast – mit Kinneret Sieradzky an der Geige, Ulrich Maiss am Cello und Basscello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. Sabine Ackermann schrieb über unseren Abend in der NWZ unter dem schönen Titel „Ode an die Freiheit des Geistes“.

    Sandra Kreisler singt mit erhobenem Mikrofon, dahinter Kinneret Sieradzky an der Geige
    Mit Kinneret Sieradzky im Alten E-Werk – Foto: Staufenpress

    „Was oder wer ist ‚Wortfront‘?“, fragt sie zu Beginn. Der Name klinge martialisch und provokant – „‚An vorderster Front der Sprache‘, diesen Anspruch stellen Roger Stein und Sandra Kreisler an sich selbst – und werden dem auch zu hundert Prozent gerecht.“ Gleich zum Auftakt sang ich unser „Postmodernes Arschloch“, laut Kritik „messerscharf sowie in einer beeindruckenden Geschwindigkeit“: „Krawumm, das war schon zum Auftakt ein cleveres Gedankenspielchen über den modernen Menschen von heute.“

    „‚Wortfront‘ macht Musik für alle, die nicht das Alltägliche lieben. Und wer hat’s erfunden? Natürlich ein Schweizer. Aus der Feder des studierten Musikers stammen nicht nur die Melodien, sondern ebenso die tiefgründigen Texte, beide Komponenten ergänzen sich auf exzellente Weise.“

    Sabine Ackermann, NWZ Göppingen, 7. Dezember 2009

    Genre-Grenzen würden „einfach abgeschafft“, was zähle, sei „der ungefilterte Inhalt der emotionalen Lieder“. Sie erzählt von „Kein Beweis“, vom traurigen Kind Sonja, von den „Scheißtypen“ und davon, wie ich „rotzfrech“ von der „Klofrau vom Kanzleramt“ singe: „Kanzler kommen, Kanzler geh’n, nur die Scheiße bleibt besteh’n.“ Auch Roger „singt Tacheles“, ob im melancholischen „Sommerkind“, in der „Volksmusik“ oder mit unseren Ansichten zur Weihnachtszeit.

    „Genauso wie die temperamentvolle Sängerin ist Kinneret Sieradzky ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Die erst 26-jährige Israelin überzeugt mit satten, treffgenauen sowie turboschnellen Geigenklängen auf allerhöchstem Niveau.“

    Sabine Ackermann, NWZ Göppingen, 7. Dezember 2009

    Auch Ulrich habe Cello und das seltene Basscello „bravourös“ bedient, Paolo am Schlagzeug „Talent nebst lautstarker Vielseitigkeit“ bewiesen. Nach einigen Zugaben gab es „lang anhaltenden Beifall“. Danke, Göppingen!

    NWZ Göppingen, 7. Dezember 2009: „Ode an die Freiheit des Geistes – ‚Wortfront‘ mit Sandra Kreisler und Roger Stein bei Odeon“ von Sabine Ackermann.

  • „Starke Nummern“ – Süddeutsche Zeitung

    „Starke Nummern“ – Süddeutsche Zeitung

    Am Donnerstag, 25. Juni 2009, war ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront und dem Programm „Von vorn mit Anlauf“ im Kleinen Theater in Haar bei München zu Gast – in großer Besetzung mit Anna Eichholz an der Geige, Ulrich Maiss am Cello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. Roswitha Grosse schrieb über unseren Auftritt in der Süddeutschen Zeitung: „Starke Nummern – Ensemble ‚Wortfront‘ glänzt im Kleinen Theater“.

    Sandra Kreisler singt am Mikrofon, hinter ihr Anna Eichholz mit Geige und Ulrich Maiss am Cello
    Mit Anna Eichholz und Ulrich Maiss – Foto: Simone Hofmann

    Sie beginnt mit meinem Vater: 1995 hatte Georg Kreisler zusammen mit Barbara Peters das Publikum im Kleinen Theater begeistert – und nun, schreibt sie, habe seine Tochter bewiesen, „dass sie als Interpretin böser Lieder künstlerisch ebenso überzeugen kann“. Unseren Abend nennt sie „einen betörenden Mix aus Hip Hop, Literatur, Chanson und Kabarett, der sich wohltuend vom gängigen Mainstream abhebt“.

    „Musikalisch und auch textlich waren das starke Nummern, die Musiker und Sängerin in Haar auf die Bühne brachten. Da gaben sich souverän schwarzer Humor, beißende Ironie und auch Romantik die Hand.“

    Roswitha Grosse, Süddeutsche Zeitung, 30. Juni 2009

    Über meine Stimme schreibt sie, ich sänge „mit dunkel gefärbter, herber Stimme“ so, wie Schauspieler etwa Brecht-Songs singen – „wohl artikuliert und prononciert“ – und als Rap mit schnell gesprochen-gesungenen Satzketten. Sie zitiert auch eine Zeile aus unserem Programm: „Im Grunde haben wir wenig Feinde, die uns attackieren, aber einen Haufen Freunde, die uns falsch schubladisieren.“ Die Songtexte habe ich, so schreibt sie, „mit wandlungsfähiger Interpretationsgabe zu eindringlich-literarischer Qualität“ gestaltet, „die Zuhörer nicht gleichgültig lässt“ – ob es böse um die Krise ging, um Frauen als „Einzelkämpfer“ oder um die Söldner der Gegenwart.

    „Von der Geige und Percussion-Virtuosität über Bachs Invention à la Hip Hop mit atemberaubenden Tonreibungen bis hin zu Karibik-Sound-Schlagerparodie und bestem Hip-Hop-Jazz-Feeling reichte die überzeugende Bandbreite des ungewöhnlichen Ensembles.“

    Roswitha Grosse, Süddeutsche Zeitung, 30. Juni 2009

    Ein Extralob bekam Ulrich Maiss für sein großes Multiplay-Solo „mit Zitaten von John Cage bis Funky-Jazz“. Und zum Schluss: „Dass des Deutschen heimliche Liebe aber die Volksmusik ist, war natürlich auch schräg gedacht“ – gemeint ist unsere Volxmusik.

    Zwei Wochen vorher waren wir in derselben Besetzung in Goslar – hier die Kritik der Goslarschen Zeitung.

    Danke, Haar!

    Süddeutsche Zeitung, Landkreisausgabe, Dienstag, 30. Juni 2009, Seite R2: „Starke Nummern – Ensemble ‚Wortfront‘ glänzt im Kleinen Theater“ von Roswitha Grosse.

  • „Wider die Belanglosigkeit“ – Goslarsche Zeitung

    „Wider die Belanglosigkeit“ – Goslarsche Zeitung

    Im Juni 2009 war ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront bei den Goslarer Tagen der Kleinkunst im Kulturkraftwerk zu Gast – in großer Besetzung mit Anna Eichholz an der Violine, Ulrich Maiss am Cello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. „Es ist ein Experiment“, hatte Kleinkunstchef Tristan Niewisch den Abend eröffnet. Carsten Jelinski schrieb über unseren Auftritt in der Goslarschen Zeitung: „Wider die Belanglosigkeit“. (Vierzehn Jahre später war ich übrigens wieder im Kulturkraftwerk.)

    Sandra Kreisler sitzt mit Mikrofon am Bühnenrand, dahinter das Wortfront-Banner
    Im Kulturkraftwerk Goslar – Foto: Kempfer

    „Großes, bewegendes Musikkabarett bot das Ensemble ‚Wortfront‘ beim Auftritt im Kulturkraftwerk und begeisterte das Publikum. Erst nach vier Zugaben konnten die Musiker, selber von der Stimmung überwältigt, die Bühne verlassen.“

    Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009

    Er beschreibt unser Ensemble als „eine hervorragende Diseuse“, „einen umwerfenden Text- und Musikautor am Keyboard“, „eine strahlende Violine“, „einen einfallsreichen Cellisten“ und einen Schlagzeuger, der in Goslar seinen Einstand gab. Unsere Musik überschreite „munter musikalische Grenzen, vom Schlager zum Rap, von der klassischen Kammermusik zum Pop“ – dazu Rogers Texte, „die betreffen, betroffen machen, einschlagen, zu Herzen gehen, aufrütteln“. Eine Einordnung in die Schublade? „Geht nicht. Gut so.“

    „Sandra Kreisler, Tochter der Satirik-Legende Georg Kreisler, ist als Diseuse schwer beeindruckend. Die ‚Lale-Andersen‘-Preisträgerin präsentiert ihre Lieder mit Charme, erinnert stimmlich irgendwie an Claire Waldoff, Zarah Leander, an Lale oder Evelyn Künneke.“

    Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009
    Ulrich Maiss mit Hut und Sonnenbrille am Cello
    Ulrich Maiss am Cello – Foto: Kempfer

    Mit Claire Waldoff, Zarah Leander, Lale Andersen und Evelyn Künneke in einem Satz genannt zu werden, hat mich sehr gefreut – ebenso, dass er „die Ernsthaftigkeit, die hinter jedem Wort steht“ gespürt hat: „Ihr Tun ist ihr wichtig, der Feldzug gegen die Belanglosigkeit.“ Bei Zeilen wie „Ein abgelaufenes Vorurteil steht in unserem Regal“ dachte er sogar an die Truisms von Jenny Holzer. Manchem sei das sprachliche Niveau manchmal zu deftig gewesen, „doch Roger Stein hat ja Recht: Soll der Text wirken, muss er zupacken.“

    „Ein wundervoller Abend, der das Herz weit machte, weil er bot, was selten geworden ist: Pralles Leben, Lust, Leidenschaft und Ehrlichkeit.“

    Carsten Jelinski, Goslarsche Zeitung, 11. Juni 2009

    Danke, Goslar!

    Goslarsche Zeitung, Donnerstag, 11. Juni 2009: „Wider die Belanglosigkeit – Ensemble ‚Wortfront‘ bot kabarettistisches Wechselbad der Gefühle“ von Carsten Jelinski.

  • „Poetisches und Freches in der Bärlauchzeit“ – Wilhelmshavener Zeitung

    „Poetisches und Freches in der Bärlauchzeit“ – Wilhelmshavener Zeitung

    Am Samstag, dem 9. Mai 2009, stand ich mit Roger Stein und unserer Band Wortfront auf der Bühne im Pumpwerk in Wilhelmshaven – im Rahmen der Konzertreihe „Haste! Töne“. Veranstaltungsleiter Helmut Bär hatte schon Wochen vorher von „einem besonderen Genuss“ geschwärmt. Carolin v. Nordeck schrieb über unseren Abend in der Wilhelmshavener Zeitung unter dem Titel „Poetisches und Freches in der Bärlauchzeit“.

    Sandra Kreisler singt mit geschlossenen Augen, links eine Cellistin, rechts eine Geigerin
    Im Pumpwerk Wilhelmshaven – Foto: Gabriel-Jürgens

    „Soviel musikalische Passion, soviel Können und so viele Hintergedanken: Sandra Kreisler und Roger Stein, ein postmodernes Traumpaar der ‚Volksmusik‘.“

    Carolin v. Nordeck, Wilhelmshavener Zeitung, 11. Mai 2009

    Sie beginnt mit Rogers Geständnis aus unserer „Volksmusik“: Man könne von vielem leben, aber sicher nicht von Poesie – drum schreibe er heimlich Volksmusik, „denn damit wird dann ‚Wortfront‘ quersubventioniert“. Hinter aller „Heimlichtuerei“ zeige Roger seine Qualitäten „im brillanten Zusammenspiel mit seinem künstlerischen Gegenpol“ – das war an diesem Abend ich. Über meinen Auftritt schreibt sie:

    „Leidenschaftlich, klug und sexy vorgetragen. Sandra Kreisler im schwarzen ‚Hängerchen‘, spitze Stiefelchen, lange Rastalocken und eine Strumpfhose mit Gucklöchern – diese Frau beherrscht schon allein mit ihrer Körperlichkeit die Bühne. Stimmlich ist Kreisler ein wahrer Kracher mit ganz viel Sehnsuchtspotenzial.“

    Carolin v. Nordeck, Wilhelmshavener Zeitung, 11. Mai 2009

    Mit welcher Inbrunst ich das „Postmoderne Arschloch“ singe, sei „einfach nur großartig“ – das freut mich natürlich. Wir gingen „der menschlichen Existenz auf den Grund, mit drastischen Texten zu melancholischen Melodien“ – vom „Beifahrer der Belanglosigkeit“ bis zu „Alles nur Schwanzersatz“. Dazu kamen das „niedliche Liedchen für die Bärlauchzeit“, unsere Hommage an „Die Klofrau vom Kanzleramt“ und Rogers „Schweizer Beat“.

    „‚Wortfront‘ bietet etwas, das selten geworden ist, nämlich erstklassige Unterhaltung.“

    Carolin v. Nordeck, Wilhelmshavener Zeitung, 11. Mai 2009

    Ihr Fazit: „eine außergewöhnliche Performance“ und „ein toller Konzertabend“. Danke, Wilhelmshaven!

    Wilhelmshavener Zeitung, 11. Mai 2009: „Poetisches und Freches in der Bärlauchzeit – Kammerpop: ‚Wortfront‘“ von Carolin v. Nordeck.

  • „Kreisler singt Kreisler“ – Memminger Kurier

    „Kreisler singt Kreisler“ – Memminger Kurier

    Am Samstagabend, dem 24. Januar 2009, gastierte ich mit meinem Programm „Kreisler singt Kreisler“ im ausverkauften PiK, dem Parterretheater im Künerhaus in Memmingen. Am Klavier begleitete mich Jochem Hochstenbach, Pianist und Dirigent am Staatstheater Karlsruhe. Neben der Kritik „Keine Fußstapfentreterin“ schrieb auch der Memminger Kurier über den Abend.

    Sandra Kreisler steht im roten Licht am Flügel, im Vordergrund der Pianist
    Live mit Begleitung am Flügel

    „Sandra Kreisler hat eine ganze Reihe Begabungen; in erster Linie die Musik, was hinzu kommt ist ein Gespür für Tiefsinn und ganz besonders ein Talent beziehungsweise eine riesige Freude daran, unangenehme Wahrheiten unverblümt den spitznäsigsten Mäulern vorzusetzen.“

    Memminger Kurier, 28. Januar 2009

    In diesem Programm widmete ich mich ausschließlich Texten und Liedern meines Vaters Georg Kreisler, zum Großteil unbekannten Werken, darunter viele Liebeslieder. Für die Zuhörer entwickelte sich, so der Kurier, „eine kleine emotionale Gratwanderung“: in einem Moment köstlich belustigt über liebesdurstige Politiker, im nächsten aufgebracht und zum Schluss vielleicht peinlich berührt. Obwohl viele Texte mehr als 20 oder 30 Jahre alt sind, trafen sie „moderne Probleme und Sorgen genau im Kern“.

    „Die an Erfahrung und Leben beladene Stimme der Tochter war zweifelsohne das einzig richtige Instrument für seine Klagen und Träume. Mit wilden Gestikulierungen und Schauspiel bot sich ein erlebnisreicher Abend.“

    Memminger Kurier, 28. Januar 2009

    Für die ausdauernde Aufmerksamkeit des Publikums habe ich mich zum Schluss mit einigen Zugaben aus einem „weiteren Projekt namens ›Wortfront‹“ bedankt – meiner Band mit Roger Stein (wortfront.de).

    Memminger Kurier, 28. Januar 2009: „Kreisler singt Kreisler – Scharfsinnige Texte und Gespür für Tiefsinn“ (bs).

  • Keine Fußstapfentreterin – Süddeutsche Zeitung

    Keine Fußstapfentreterin – Süddeutsche Zeitung

    Im Januar 2009 sang Sandra Kreisler im Parterretheater im Künerhaus in Memmingen die unbekannten Chansons ihres Vaters Georg Kreisler, am Klavier begleitet von Jochem Hochstenbach, Kapellmeister am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Antje Sonnleitner schrieb darüber in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel „Keine Fußstapfentreterin“.

    Getreu ihrem Motto, „nicht die Asche anzubeten, sondern die Flamme weiterzureichen“, ließ sie die alten Klassiker beiseite und widmete sich den „schönen, verrückten, versponnenen“ Liedern aus den Jahren 1960 bis 2000 – von „Er war ein Er“ bis „Ein Politiker hat keine Liebe“. Die Kritikerin lobte ihre klangvolle Altstimme, die glasklare Artikulation auch bei hohem Wortaufkommen und ihr mimisches und gestisches Talent.

    Zum Schluss kam Roger Stein ans Klavier, und die beiden spielten Lieder ihrer Formation Wortfront wie „Geben Sie 8“ und „Die Klofrau vom Hauptklo im Kanzleramt“. Nach sechs Zugaben blieb die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

    Von diesem Crossover zwischen literarischem Chanson und Hip-Hop hätte man gern noch mehr gehört.

    Antje Sonnleitner, Süddeutsche Zeitung

    Süddeutsche Zeitung · Memmingen, 27. Januar 2009 · Autorin: Antje Sonnleitner

    Den ganzen Artikel gibt es hier als PDF:

  • Die Stimme des Blutes – Tagesspiegel

    Die Stimme des Blutes – Tagesspiegel

    Im September 2006 sang ich im BKA Theater in Berlin mein Programm „Kreisler für Fortgeschrittene“ – Lieder meines Vaters Georg Kreisler, begleitet von dem holländischen Pianisten Jochem Hochstenbach. Der Tagesspiegel kündigte die Abende unter dem Titel „Die Stimme des Blutes“ an.

    Sandra Kreisler im Nadelstreifen-Sakko, Foto aus dem Tagesspiegel 2006
    „Sandra Kreisler singt ‚Kreisler für Fortgeschrittene‘“ – Tagesspiegel

    Der Artikel beschrieb, dass ich meinem Vater auf verschiedene Weise nahe bin – etwa in der Neigung, der eigenen politischen Meinung öffentlich Ausdruck zu verleihen. Weil es mir möglich ist, „den Menschen Kreisler vom Künstler Kreisler zu trennen“, widmete ich seinen Liedern ein ganzes Programm. Darin sang ich nicht nur Knüller wie den „Max auf der Rax“, sondern auch selten gehörte und schlichtweg unbekannte Titel – eben „Kreisler für Fortgeschrittene“. Dazu kamen einige Bonbons aus dem reichen Fundus österreichischer Kabarettchansons, etwa von Gerhard Bronner und Peter Wehle.

    „Ein Lichtblick im Heer meist mediokrer Kreisler-Interpreten.“

    Tagesspiegel, 14. September 2006

    Besonders freute mich, dass meine Stimme – „geschult und rundfunkerfahren“ – auch bei den Hochgeschwindigkeitstexten meines Vaters als „bemerkenswert klar und deutlich“ gelobt wurde.

    Den ganzen Artikel aus dem Tagesspiegel vom 14. September 2006 gibt es hier als PDF:

  • Viel Futter für das Hirn und für die Seele – Kölnische Rundschau

    Viel Futter für das Hirn und für die Seele – Kölnische Rundschau

    Im Mai 2006 war ich auf Durchreise in Köln, um unser neues Album „Lieder eines postmodernen Arschlochs“ vorzustellen, das ich mit Roger Stein unter dem Namen Wortfront aufgenommen hatte – ein Mix aus Hip-Hop, Chanson und Klassik, „mal bissig, mal melancholisch, fast immer eigensinnig“. Silke Vogten porträtierte mich in der Kölnischen Rundschau vom 23. Mai 2006 unter dem Titel „Viel Futter für das Hirn und für die Seele“.

    Sandra Kreisler, Porträtfoto aus der Kölnischen Rundschau 2006
    „Schreibt und singt gerne intelligente Lieder“ – Bildunterschrift der Kölnischen Rundschau

    Sie erinnerte daran, dass man mich schon einmal als die „schönste Stimme Österreichs“ beschrieben hatte, und fand, man höre mir gerne zu, wenn ich mit dunklem Timbre und ein wenig „Wiener Schmäh“ über die Dinge des Lebens sinniere. Als Tochter von Georg Kreisler und Topsy Küppers hatte ich schon als Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin gearbeitet. Nach meiner eigentlichen Passion gefragt, war meine Antwort klar:

    „Das Singen. Und zwar das Singen von deutschen, intelligenten Texten.“

    Sandra Kreisler in der Kölnischen Rundschau, 23. Mai 2006

    Ob das heutige Publikum für eine solche Musik überhaupt offen sei? Da war ich mir sicher: „Oh, ja! Die Leute wollen durch Musik unterhalten werden und gleichzeitig aber auch ein bisschen Futter für das Hirn und für die Seele bekommen.“ Seit Mitte der 90er Jahre widmete ich mich besonders dem literarischen Chanson – ich wollte es aus der Kabarett-Ecke herausholen und wieder als eigenständige Kunstform ins Bewusstsein der Menschen bringen.

    Auch mein Programm „Kreisler singt Kreisler“, mit dem ich im deutschsprachigen Raum unterwegs war, kam zur Sprache. Lange hatte ich damit gezögert, weil ich dachte, ich würde dann mit meinen Eltern verglichen – irgendwann war mir egal, was die anderen denken, und ich habe es durchgezogen. Im März hatte ich den Lale-Andersen-Preis der Stadt Bremerhaven für „gehobene Unterhaltungsmusik“ erhalten – für mich eine schöne Bestätigung, auf diesem Weg weiterzugehen.

    Den ganzen Artikel aus der Kölnischen Rundschau vom 23. Mai 2006 gibt es hier als PDF: